Das Raiffeisen-Museum ist wieder für Besucher geöffnet

Flammersfeld. Bürgermeister Josef Zolk hatte sich ein besonderes Datum ausgesucht, das einstige Wohn- und Amtshaus Friedrich Wilhelm Raiffeisens wieder als Museum für Besucher freizugeben. Denn genau 164 Jahre zuvor war der Genossenschaftsgründer von Weyerbusch nach Flammersfeld geschickt worden.

Nach umfangreicher Renovierungszeit, in der das Gebäude geschlossen war, erstrahlt das Haus nun in neuem Glanz. Josef Zolk ließ in seiner Rede zur Eröffnung vor rund 200 geladenen Gästen die Umbauphase kurz Revue passieren. Der Verwaltungschef erinnerte an das Jahr 1996, als der damalige Flammersfelder Ortsbürgermeister Werner Schmidt die Idee umsetzte und das Gebäude, das ursprünglich um 1780 erbaut wurde, in ein Museum umwandelte. Ein besonderer Dank ging an die zahlreichen Sponsoren und die Handwerker, die den Umbau durchgeführt haben.

Vor der symbolischen Schlüsselübergabe durch den Architekten Gerhard Hinz an Bürgermeister Zolk, sagte der Vorsitzende der Kreisgruppe der Bürgermeister und Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde Hamm, Rainer Buttstedt: „Die Raiffeisenstraße ist ein Symbol unserer Heimat, und das frisch renovierte Raiffeisenhaus in Flammersfeld ist ein wichtiger Mosaikstein dazu.“


Die Schlüsselübergabe von Architekt Gerhard Hinz an Bürgermeister Josef Zolk.

Weitere Worte der Anerkennung für das renovierte Museumsgebäude sprachen Landrat Michael Lieber, Manfred Nüssel, der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, sowie David Langner, Vizepräsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Der Theologe Professor Michael Klein erinnerte an den christlichen Gedanken von Raiffeisen. Der Flammersfelder Pfarrer Thomas Rössler-Schaake sprach Segensworte für das renovierte Haus. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Projektchor der Lebenshilfe sowie vom Flöten- und Streicherquartett der Kreismusikschule.


v. l. Josef Zolk, David Lamper, Manfred Nüssel , Dr. Rolf Meyer

Text:
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 23. März 2012, Seite 20
Heinz-Günter Augst

Fotos:
Marlies Becker


Erbe verpflichtet - Geschichte wird erlebbar

Pressemitteilung des Deutschen Raiffeisenverbands e.V.

Flammersfeld/Berlin, 22. März 2012. Nach umfangreicher Renovierung erstrahlt das ehemalige Wohn- und Amtshaus von Friedrich Wilhelm Raiffeisen in neuem Glanz. Mit finanzieller Unterstützung von Verbänden und Unternehmen aus der deutschen und österreichischen Raiffeisen-Organisation sowie des Landes Rheinland-Pfalz hat die Verbandsgemeinde Flammersfeld die historische Begegnungsstätte erworben, saniert und nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, Manfred Nüssel, gratulierte stellvertretend für die genossenschaftliche Organisation der Verbandsgemeinde zu ihrem neuen Schmuckstück. "Zeitgemäß und aktuell sind die Ideen und Prinzipien Raiffeisens, das belegen die zahlreichen Gründungen von Genossenschaften in den letzten fünf Jahren. Das Potenzial der genossenschaftlichen Rechtsform ist offensichtlich noch nicht ausgeschöpft. Mehr denn je ist Eigenverantwortung gefragt und es gilt, soziale Verantwortung zu übernehmen.
Gerade das Internationale Jahr der Genossenschaften 2012 bietet vielfältige Möglichkeiten, das Erbe Raiffeisens einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Ein beeindruckender Beitrag für lebendige Geschichte und Verantwortung ist das Raiffeisenhaus in Flammersfeld", betonte Nüssel.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Josef Zolk, präsentierte die ansprechend gestalteten Museumsräume, die Besuchern aus aller Welt einen fundierten Einblick in das Leben und Wirken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen geben.

Deutscher Raiffeisenverband e.V. (DRV)
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich organisierten Unternehmen
der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette
Lebensmittel erzielen die 2.531 DRV-Mitgliedsunternehmen im Agrarhandel
und in der Verarbeitung von Agrarerzeugnissen mit rund 100.000 Mitarbeitern
einen Umsatz von 48,2 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder
und damit Eigentümer der Genossenschaften.

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