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Raiffeisens Lebensweg in leichter Sprache als PDF-Download

Raiffeisens Weg bis 1845

Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Sozialreformer und Gründer der neuzeitlichen ländlichen Genossenschaften, wurde am 30. März 1818 in Hamm (Sieg) als siebtes von 9 Kindern der Eheleute Gottfried und Amalia Raiffeisen geboren. Der Vater Gottfried war von 1817-1820 der erste preußische Bürgermeister der „Samtgemeinde” Hamm. Friedrich Wilhelm lernte bereits als Kind die Armut kennen, sowohl in der Familie, als auch in seiner dörflichen Umgebung.

Die Erziehung des Jungen prägte nachhaltig der Ortspfarrer und Pate Georg Wilhelm Seippel. Pfarrer Seippel vermittelte ihm zusätzlich das über Volksschulniveau hinausgehende Wissen und nahm großen Einfluss auf seine Persönlichkeitsbildung. Er wird ihm von der Hungersnot 1817 berichtet haben und der Gründung eines Hilfsvereins zur Linderung der Not. Die christliche Erziehung und ein reicher Erfahrungsschatz schufen das geistige Rüstzeug, das seinen Lebensweg und sein Handeln bestimmte.

1835 verließ er seinen Heimatort und trat als Freiwilliger in die 7. Preußische Artilleriebrigade in Köln ein.

1838 wurde Friedrich Wilhelm zur Inspektionsschule in Koblenz abkommandiert und zum Oberfeuerwerker ausgebildet. In der Sayner Hütte, bei Bendorf, war er beauftragt, die Prüfung der Munition zu überwachen. Ein Augenleiden, das er sich wahrscheinlich in der Sayner Hütte zugezogen hatte, führte 1843 zu seiner Entlassung aus dem Militärdienst.

Nach einer kurzen Ausbildung in der zivilen Verwaltung in Koblenz erhielt er seine erste Stelle als Kreissekretär in Mayen. Am 15. Januar 1845 wurde Raiffeisen zum Bürgermeister der Bürgermeisterei in Weyerbusch ernannt.

Lebensweg Raiffeisens

30. März 1818:
Geburt F.W. Raiffeisens in Hamm/Sieg

bis 1835:
religiöse Erziehung und schulische Weiterbildung durch Pfarrer Seippel, Hamm

1835-1843:
Militärdienst Raiffeisens in Köln, Koblenz und Sayn

1843-1845:
Verwaltungstätigkeit am Landratsamt Mayen

15. Januar 1845:
Ernennung Raiffeisens zum Bürgermeister der Bürgermeisterei Weyerbusch

23. September 1845:
Heirat mit Emilie Storck, Remagen

22. März 1848:
Ernennung zum Bürgermeister der Bürgermeisterei Flammersfeld

24.August 1852:
Ernennung zum Bürgermeister der Bürgermeisterei Heddesdorf

1862:
Raiffeisen beantragt seine Versetzung in den Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen

ab 1862:
Beratende Tätigkeit bei der Gründung zahlreicher Spar- und Darlehnskassen-Vereine

1863:
Emilie Raiffeisen stirbt in Heddesdorf

1865:
Versetzung Raiffeisens in den Ruhestand; Heirat mit Maria Pensenroth

1866:
Herausgabe des Buches „Die Darlehnskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen
Bevölkerung”

11. März 1888:
Raiffeisen stirbt in Heddesdorf; Beisetzung auf dem Heddesdorfer Friedhof am 14. März 1888